Vertrauen
Datenschutz & KI-Transparenz auf einen Blick
Diese Seite legt die tatsächlichen Datenflüsse und Rechtsgrundlagen offen — kompakt, ehrlich und ohne Marketing. Wir versprechen keine pauschale „EU-only“-Garantie, weil die konkret aktive Konfiguration von der jeweiligen Instanz abhängt. Was die Plattform technisch tut, um Schüler:innen zu schützen, steht hier — einschließlich der Wege, auf denen doch Schülerkonten entstehen (Anbindung an Schulverwaltungssysteme), und einschließlich der Grenzen unserer KI-Kennzeichnung.
Stand: 02.08.2026
Zugang ohne Konto
Schüler:innen treten per Klassencode bei — ohne Konto und ohne personenbezogene Daten (kein Name, keine E-Mail, kein Passwort). Es wird nur ein pseudonymer Cookie gesetzt; der Lernfortschritt bleibt clientseitig, serverseitig entstehen nur anonyme Aggregatzähler. Bindet die Schule dagegen ein Verwaltungssystem an (OneRoster, LTI, WebUntis), entstehen echte Schülerkonten — siehe unten.
EU-Modell für Schüler-KI
Für schülerseitige KI-Anfragen legt der Server das Modell allein anhand der Rolle „Schüler:in“ auf Mistral (Frankreich, EU) fest — ein Opt-out dafür gibt es nicht. Ob dieses Modell direkt bei Mistral oder über das optionale US-Gateway OpenRouter angesprochen wird, entscheidet die Betreiber-Konfiguration; ausgeliefert wird der direkte EU-Weg.
Datensparsam & quellengebunden
Der Schüler-Chat antwortet nur aus den von der Lehrkraft freigegebenen, offen lizenzierten Materialien — ohne Websuche und ohne freies „Weltwissen“. An KI-Anbieter gehen keine Klarnamen, E-Mails oder Klassencodes.
Aufsicht ohne Klartext
Lehrkräfte sehen nur aggregierte Kennzahlen (Aktivität, Safety-Hinweise) — nie den Wortlaut der Schüler-Chats. Jede:r kann die eigenen Daten als JSON exportieren und das Konto vollständig löschen.
Wohin gehen welche Daten?
Die reale Zuordnung hängt davon ab, welchen KI-Anbieter der Betreiber dieser Instanz aktiviert hat (Mistral EU, lokaler Ollama-Betrieb, oder OpenRouter als Gateway). „US möglich“ heißt: bei dieser Wahl kann Verarbeitung über US-Anbieter laufen.
- EUSchüler-KI-Chat & schülerbezogene KI-FunktionenServerseitig auf das EU-Modell Mistral AI (Frankreich) festgelegt — allein anhand der Rolle, ohne Opt-out. Über den Vermittlungsweg (direkt zu Mistral oder über das optionale US-Gateway OpenRouter) entscheidet die Betreiber-Konfiguration; ausgeliefert ist der direkte EU-Weg.
- abhängigLehrpersonen-KI (Chat, Material-/Quiz-Generierung)Standardmäßig über den vom Betreiber gewählten Anbieter. Lehrkräfte können pro Konto den EU-Track (Mistral) aktivieren; sonst können – je nach Instanz – US-Modelle (z. B. OpenAI, Google, Anthropic über OpenRouter) genutzt werden.
- EUTexterkennung (OCR) gescannter PDFs/BilderMistral AI (EU) zur Verarbeitung, nicht zur Speicherung. Textbasierte PDFs bleiben lokal. Im Admin-Bereich vollständig abschaltbar.
- EUSemantische Quellensuche (Embeddings)Frage + Quellenauszüge an den Embedding-Dienst von Mistral (EU) zur Ähnlichkeitssortierung — ohne direkte Identifikatoren. Optional; ohne Key rein lexikalisch (kein Versand).
- LOKALLokaler Betrieb (Ollama)Betreiber-Option: wird LLM_PROVIDER=ollama gesetzt, laufen Text-Anfragen auf einem lokalen Server und verlassen die Instanz nie (DSGVO-/Offline-Variante). Bildgenerierung kann Ollama nicht.
- US möglichEingebettete Videos & VorschaubilderYouTube/PeerTube-Videos laden erst nach Klick (Klick = Einwilligung). Wikimedia-Commons-Vorschaubilder werden direkt geladen; dabei wird die IP an den jeweiligen Anbieter übertragen.
Anbieter
KI-Anbieter & Unterauftragsverarbeiter
learn nutzt eine austauschbare Provider-Anbindung. Welche Anbieter aktiv sind, entscheidet der Betreiber dieser Instanz. Die folgende Liste ist aus dem Quellcode ableitbar; die vollständige, aktuelle und verbindliche Liste der Auftragsverarbeiter ist betreiberseitig zu pflegen (siehe unten „Was der Betreiber konfigurieren muss“).
- Mistral AI (Frankreich, EU): Schüler-KI (serverseitig festgelegtes Modell), empfohlener Standard-Anbieter für Lehrkräfte-KI, Embeddings, OCR und KI-Bildgenerierung. EU-Rechtsraum.
- OpenRouter (USA): optionales Gateway (Legacy) für KI-Anfragen. Vermittelt an weitere Modell-Anbieter. Wichtig: OpenRouter ist ein US-Unternehmen — selbst wenn ein EU-Modell (Mistral) angesprochen wird, läuft die Vermittlung über einen US-Dienst. Ob das Gateway in dieser Instanz aktiv ist, kann nur der Betreiber verbindlich beantworten; wer der Elternschaft eine Zusage gibt, sollte sich das bestätigen lassen.
- Modell-Anbieter hinter OpenRouter (USA): je nach Tarif/Instanz z. B. OpenAI, Google oder Anthropic. Für Text-Anfragen nur relevant, wenn der Betreiber OpenRouter aktiviert hat; die Modellwahl folgt dann weiterhin dem EU-Track (Rolle bzw. Opt-in der Lehrkraft).
- KI-Bildgenerierung — eigener Weg: Welches Bild-Backend läuft, entscheidet die Betreiber-Konfiguration: Mistral (EU), sonst ein Bildmodell über OpenRouter (ausgeliefert: Google, USA). Wer sich auf den EU-Track verlässt, sollte beim Betreiber prüfen, dass ein Mistral-Bildzugang eingerichtet ist.
- Wikimedia Commons: Vorschaubilder offen lizenzierter Medien werden direkt verlinkt (kein Re-Hosting); die IP wird an Wikimedia übertragen.
- YouTube / PeerTube: eingebettete Videos, erst nach Klick geladen (Klick = Einwilligung).
- Lokaler Betrieb (Ollama): kein externer Auftragsverarbeiter — die KI läuft auf dem Server des Betreibers.
Minderjährige
Schutz von Schüler:innen
- Onboarding ohne Konto: Beitritt per Klassencode ohne Konto und ohne personenbezogene Daten (kein Name, keine E-Mail, kein Passwort); nur ein pseudonymer Cookie.
- EU-Modell für Schüler-KI: Für Freitext von (potenziell minderjährigen) Schüler:innen legt der Server das Modell allein anhand der Rolle auf Mistral (Frankreich, EU) fest; ein US-Modell kann dafür nicht gewählt werden. Über den Vermittlungsweg entscheidet die Betreiber-Konfiguration: ausgeliefert ist der direkte Weg zu Mistral in der EU, aktiviert der Betreiber das US-Gateway OpenRouter, ändert sich der Weg — nicht das Modell. Für eine belastbare Zusage gegenüber Eltern lassen Sie sich vom Betreiber dieser Instanz bestätigen, welcher Weg aktiv ist.
- Quellengebunden statt Chatbot: Der Schüler-Chat ist zwangsweise im Quellen-Modus, nutzt ausschließlich die von der Lehrkraft freigegebenen, offen lizenzierten Materialien, hat keine Websuche und rät nicht.
- IP-Anonymisierung: in technischen Fehlerprotokollen wird der Host-Anteil der IP entfernt.
- Aufsicht ohne Klartext: Lehrkräfte erhalten nur aggregierte Kennzahlen ihrer eigenen Klassen (Nachrichtenzahl, letzte Aktivität, Safety-/Off-Topic-Hinweise) — der Wortlaut der Schüler-Chats ist bewusst nicht einsehbar.
- Export & Löschung: im Dashboard unter „Meine Daten & Privatsphäre“ lässt sich eine JSON-Kopie herunterladen (Art. 20 DSGVO) und das Konto samt Chat-Verläufen unwiderruflich löschen (Art. 17 DSGVO).
Anbindung
Anbindung an Schulverwaltungssysteme
Der kontolose Klassencode-Zugang ist der Standardweg. Entscheidet sich die Schule dagegen für eine Anbindung an ihre bestehenden Systeme, entstehen dabei sehr wohl Schülerkonten mit personenbezogenen Daten. Das betrifft drei Wege:
- OneRoster: Import von Klassen- und Schülerlisten aus der Schulverwaltung. Daraus entstehen pseudonyme Schülerkonten (Anzeigename, systemseitig erzeugter Anmeldename, Klassenzugehörigkeit) — ohne E-Mail-Zwang.
- LTI (Lernplattform-Start): Beim Start aus Moodle & Co. übermittelt die Lernplattform Kennungen, gegebenenfalls Name und E-Mail-Adresse, um das Konto zu verknüpfen. Was übermittelt wird, konfiguriert die Schule in ihrer Lernplattform.
- WebUntis: Abruf von Klassen und Stundenplan über den Login der Lehrkraft. Zugangsdaten werden nicht gespeichert; angelegte Klassen können Schülerkonten enthalten.
Für diese Konten gelten dieselben Schutzmaßnahmen wie oben beschrieben (serverseitig festgelegtes EU-Modell, Aufsicht ohne Klartext, Export und Löschung). Anders als beim Klassencode-Zugang liegen dann jedoch personenbezogene Daten auf dem Server, und der Lernfortschritt wird kontobezogen gespeichert. Ob eine Anbindung aktiv ist, entscheidet die Schule.
Werden Schülerdaten fürs KI-Modelltraining genutzt?
Ehrliche Antwort: Das können wir nicht pauschal für alle Zeiten garantieren, weil es von den Nutzungsbedingungen des jeweils aktiven KI-Anbieters und der Konfiguration des Betreibers abhängt. Was learn technisch tut, um dieses Risiko zu minimieren:
- Datensparsamkeit: an KI-Anbieter gehen nur die für die Anfrage nötigen Inhalte (Prompt, ausgewählte Quellenauszüge, ggf. die eingegebene Antwort) — keine direkten Identifikatoren wie Klarname, E-Mail oder Klassencode.
- Serverseitig festgelegtes EU-Modell für Schüler-KI (Mistral, EU-Rechtsraum) statt US-Modellen.
- Lokaler Ollama-Betrieb als Option: dann verlassen KI-Anfragen die Instanz überhaupt nicht — kein externes Training denkbar.
- Hinweis in der Oberfläche, keine besonders sensiblen Daten in KI-Eingaben einzugeben.
Ob ein Anbieter Eingaben zu Trainingszwecken verwendet, ist letztlich in dessen AGB/AVV geregelt. Der Betreiber dieser Instanz muss mit den aktiven Anbietern entsprechende Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) mit Trainings-Ausschluss abschließen — siehe unten.
Rechtsrahmen
DSGVO, EU-AI-Act & Urheberrecht
- DSGVO / DSG: Verarbeitung nach Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c), auf Grundlage von Vertrag (Art. 6 Abs. 1 lit. b), berechtigtem Interesse (lit. f) und – bei Einbettungen – Einwilligung (lit. a). Für Minderjährige gilt zusätzlich Art. 8 (Eltern-Einwilligung, von Schule/Lehrkraft einzuholen).
- EU-AI-Act – Transparenzpflicht (Art. 50 Abs. 1 und 4): Einen sichtbaren KI-Hinweis tragen: geteilte KI-Materialien und ihre Exporte, der Lehrkräfte-Chat, der eingeloggte Schüler-Chat, der quellengebundene Schüler-Assistent (Zugangs-Code), der Klassencode-Chat (dort als „KI-Chat“ ausgewiesen), der Bewegungscoach (auch als externes Embed), KI-generierte Quizfragen und KI-erzeugte Lernpfad-Bausteine. Diese Aufzählung ist bewusst eine Liste statt eines „überall“: Sie nennt die Flächen, für die wir die sichtbare Kennzeichnung geprüft haben. Gekennzeichnet wird außerdem nur, was tatsächlich KI-Ausgabe ist — bei Inhalten unbekannter Herkunft (Altbestand ohne Provenienz-Feld) verzichten wir bewusst darauf, weil eine falsche Marke alle echten entwertet.
- EU-AI-Act – Mündigkeits-Ebene (D1–D5): Im eingeloggten KI-Chat steht zu jeder Antwort eine Mündigkeits-Ebene mit fünf Dimensionen bereit (D1 Modell/Anbieter, D2 Prompt-Qualität, D3 Prüfen & Quellen, D4 Umwelt-/Datenschutz-Fußabdruck, D5 System dahinter) — für Lehrkräfte ebenso wie für kontobasierte Schüler:innen. In den kontolosen Zugängen (Klassencode-Chat, Zugangs-Code-Assistent) gibt es sie nicht: Dort wird bewusst keine Nachricht gespeichert, an die sich eine nachträglich abrufbare Ebene binden ließe. Der sichtbare KI-Hinweis steht dort trotzdem.
- EU-AI-Act – keine automatische Benotung: KI-Bewertungen und Coach-Hinweise sind ausdrücklich Vorschläge. Die Benotung trifft die Lehrkraft (menschliche Aufsicht); KI kann Fehler machen und Inhalte sind zu prüfen.
- Urheberrecht / Lizenz-Gate: Als KI-Wissensbasis (Grounding) sind serverseitig nur offen lizenzierte, ableitbare Materialien zugelassen — nicht-offene (restricted/unbekannt) werden verworfen. Exporte tragen Lizenz-/Quellenangaben.
Maschinenlesbare Kennzeichnung (Art. 50 Abs. 2 KI-VO)
Seit 2. August 2026 verlangt Art. 50 Abs. 2 der KI-Verordnung mehr als einen sichtbaren Hinweis: Ausgaben generativer KI müssen in einem maschinenlesbaren Format gekennzeichnet und als künstlich erzeugt erkennbar sein — also auf einer Ebene, die eine Maschine ohne Textverständnis auswerten kann. Diese Ebene entsteht bei uns an einer einzigen Stelle im Code; jeder Ausgabekanal holt sie sich dort ab, statt sie neu zu erfinden. Jeder Marker nennt zusätzlich die Rechtsgrundlage, damit Dritte ihn ohne Kenntnis unserer Konventionen deuten können.
- Oberfläche (HTML): der sichtbare KI-Hinweis trägt im DOM das Attribut data-ai-generated.
- HTML-Exporte & interaktive Arbeitsblätter: <meta name="ai-generated">, <meta name="generator">, data-ai-generated am <html>-Element und ein strukturierter JSON-LD-Block nach schema.org — drei Ebenen, weil unterschiedliche Auswerter unterschiedlich lesen.
- PDF: Dokumenteigenschaften (Ersteller, Betreff, Schlagwörter und ein eigenes Feld „AIGenerated“).
- Word (DOCX) & PowerPoint (PPTX): Dokumenteigenschaften — Kategorie „AI-generated“, Kommentarfeld und Schlagwörter.
- SVG-Diagramme: ein additiver <metadata>-Block in Dublin Core (RDF), wie es die SVG-Spezifikation vorsieht. Er verändert die Darstellung nicht.
- SCORM-Pakete: ein Kennzeichnungsblock in den Paket-Metadaten, damit auch die Lernplattform der Schule die Herkunft auswerten kann.
- KI-Bilder: die Kennzeichnung wird in die Bild-Metadaten geschrieben.
- KI-Streams (Chat): ein Offenlegungs-Ereignis noch vor dem ersten Wort der Antwort sowie der Antwort-Header X-AI-Generated.
Was wir bewusst nicht tun
- Kein C2PA-Signieren (Content Credentials): das setzt eine verwaltete Signaturkette voraus (Zertifikat, Widerruf, Zeitstempel), die eine selbst-hostbare Instanz nicht mitliefern kann.
- Kein sprachliches Wasserzeichen im generierten Text: solche Verfahren sind bei kurzen, redigierbaren Unterrichtstexten nicht robust und würden die Textqualität für Lernende messbar verschlechtern.
- Ehrliche Grenze: Metadaten sind entfernbar — beim Kopieren in ein anderes Programm, beim Neu-Speichern, beim Weiterbearbeiten. Genau deshalb steht die sichtbare Kennzeichnung immer zusätzlich daneben, nie stattdessen. Und deshalb gilt: Wer ein Material außerhalb der Plattform weiterverarbeitet, sorgt selbst dafür, dass die Kennzeichnung erhalten bleibt (Art. 50 Abs. 4 KI-VO).
Was der Betreiber konfigurieren muss
learn ist selbst betreibbar (self-hostbar). Einige Datenschutz-relevante Punkte sind daher instanzabhängig und liegen in der Verantwortung des Betreibers dieser konkreten Installation:
- Serverstandort / Hosting: wo die Datenbank und Uploads liegen, bestimmt der Betreiber (idealerweise EU).
- Wahl des KI-Anbieters: Mistral (EU) empfohlen, lokaler Ollama-Betrieb für maximale Datensparsamkeit, OpenRouter nur als Legacy-Gateway (US-Vermittlung möglich).
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV/DPA) mit allen aktiven Anbietern, inklusive Trainings-Ausschluss und – bei Drittstaatentransfer – geeigneter Garantien (z. B. Standardvertragsklauseln).
- Pflege der vollständigen, aktuellen Liste der Auftragsverarbeiter und der Datenschutzerklärung dieser Instanz.
Deshalb macht diese Seite bewusst keine pauschale „alle Daten bleiben in der EU“-Zusage: Sie beschreibt, was die Plattform technisch erzwingt bzw. ermöglicht — die verbindliche Zusage hängt von der konkreten Betreiber-Konfiguration ab.
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